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  temporäre Fahrbahnmarkierungen  
     
 


In Baustellenbereichen werden die vorhandenen weißen Markierungen durch gelbe Markierungen ergänzt. Sind gelbe Markierungen vorhanden, so heben diese die weißen Markierungen auf.

Bisher war diese Festlegung nur auf nur Zeichen 295 (Fahrstreifenbegrenzung) und Zeichen  340 ( Leitlinie) begrenzt und findet sich dementsprechend auch in den RSA. Mit der sechsundvierzigsten Verordnung zur Änderung straßenverkehrsrechtlicher Vorschriften, sprich der neunen StVO, heben gelbe Markierungen vorhandene weiße Markierungen grundsätzlich auf.
 

 

Mit der neunen StVO gilt: Gelb hebt Weiß auf.
Künftig dürfen alle vorübergehenden Markierungen in Gelb ausgeführt werden. Das betrifft z.B. auch Fußgängerüberwege, die bisher ausschließlich in weiß zulässig waren.


Daher ist es wichtig diese vorübergehenden Markierungsleistungen sehr sorgfältig auszuführen, denn in vielen Fällen können die vorhandenen weißen Markierungen (z.B. Pfeile) nicht länger mit zur Verkehrsführung in Baustellen genutzt werden.

 

Auch wenn die Markierung nur provisorisch ist, muss sich sich nach der RMS richten.

Es sind daher auch bei Baustellenmarkierung die Standard-Abmessungen und Symbolformen (Pfeile) beizubehalten.
 

 
     
 


Auskreuzen
 

Beim Auskreuzen von Pfeilen oder Sperrlinien wird häufig ein Fehler gemacht:

Das Kreuz wird exakt so geklebt wie es im Markierungs- /Verkehrszeichenplan abgebildet ist, bzw. wie man sich im allgemeinen ein Kreuz vorstellt.

 

Markierungszeichen jedoch werden aufgrund des Blinkwinkels aus einem Fahrzeug "gestreckt" auf die Fahrbahn aufgebracht, und zwar im Verhältnis 1:3 (Breite x Länge). Demzufolge muss auch das Kreuz entsprechend gesteckt werden um vom Fahrzeug aus als solches erkennbar zu sein und zur Geometrie der auszukreuzenden Markierung zu passen.

Die folgenden Bilder zeigen in der Draufsicht wie markiert wurde und wie diese Markierung aus Fahrerperspektive wirkt:

 

Richtig:
Kreuz in Fahrtrichtung gestreckt
Falsch:
Kreuz nicht gestreckt
Falsch:
Kreuz quer zur Fahrtrichtung gestreckt


 

 
     
 


Pfeile und Symbole
 

Hier lassen einige ihrer Kreativität freien Lauf, wodurch teilweise sehr gewöhnungsbedürftige Konstrukte entstehen.
Das liegt daran das sich Markierungsfolie von der Rolle nicht freiwillig in die RMS-Pfeilform bringen lässt.

Hier ist sehr viel Liebe zum Detail gefragt. Es ist strickt darauf zu achten, das Markierungsfolie nicht überlappt bzw. aufeinander liegt.
 

Man sollte nicht einfach die vormarkierte Fläche mit vielen Folienstücken übereinander bekleben bis ein Pfeil entsteht,
zumindest dann nicht wenn der Pfeil längere Zeit auf der Fahrbahn verbleiben soll.
 

 
 


Gestaltung von Pfeilen

Die nachfolgenden Bilder zeigen Pfeile, wie sie in Anlehnung an die RMS mit gelber Markierungsfolie gestaltet werden können
Teilweise existieren geringfügige, aber visuell unerhebliche Abweichungen, bedingt durch die festgelegte Folienbreite.

Länge der Pfeile 5m, Angaben in cm

 


 
 
 


 
 
 


 
 
     
 


 
 
 

 

 
     
 


 
 
 


 
 
     

 


Haltelinien


Haltelinien haben eine Strichbreite von 50cm. Wird eine Haltelinie mit 12cm Markierungsfolie erstellt, sind also vier Bahnen zu verlegen. Das ergibt nur eine Breite von 48cm - auf diese zwei Zentimeter kann man natürlich verzichten. Auch 45cm mit drei Bahnen je 15cm breiter Folie sind noch vertretbar.

 

Unzulässig sind jedoch Haltelinien, die aus lediglich zwei oder drei Bahnen von je 12cm Breite bestehen, denn auch bei Haltelinien ist der Blickwinkel aus dem PKW zu beachten.

 

Richtig:
Haltelinie, aus vier, je 12cm breiten Strichen
Falsch:
Haltelinie aus nur einem 12cm breiten Strich

 

 
     
 


Anfang und Ende von Leitlinien oder Fahrbahn- / Fahrstreifenbegrenzung
 

An der Stelle, wo weiße Markierung in Gelbe übergeht bzw. umgekehrt ist ebenfalls Sorgfalt angesagt. Vor allem im Bereich von Verschwenkungen es wichtig das die Markierungen nicht abrupt beginnen bzw. enden. Daher sind die Übergänge "weich" zu gestalten.

 

Richtig:
Markierung so verschwenkt wie auch ein Fahrzeug fährt
Falsch:
Markierung beginnt / endet abrupt